Roger Bootz, Leiter des ETF-Geschäfts von Lyxor in der Schweiz: „In den Unternehmen sind ETFs für die Finanzabteilungen und die Pensionskassen besonders interessant“
Roger Bootz (Bild) leitet das ETF-Geschäft von Lyxor Asset Management in der Schweiz. Lyxor, eine Tochtergesellschaft von Société Générale, ist der zweitgrösste ETF-Anbieter in Europa. Exchange Trade Funds ETF sind börsengehandelte Indexfonds, die während der Börsenzeiten genauso einfach gehandelt werden können wie Aktien. Durch eine einzige Börsentransaktion erwirbt man einen Korb von Wertpapieren, der einen Index präzise abbildet. ETFs gelten als die erfolgreichste Finanzinnovation der vergangenen Jahre. Roger Bootz unterstreicht im Gespräch mit den E-News „evolvere: „ETFs sind eine bedürfnisorientierte Produktinnovation.“ Lesen Sie die Antworten auf drei Fragen an Roger Bootz.
Roger Bootz, wie erklären Sie sich das Wachstum der börsengehandelten Indexfonds ETF?
Roger Bootz:Die Exchange Traded ETFs sind ein Musterbeispiel für eine hundertprozentig bedürfnisorientierte Produktinnovation: Institutionelle und private Investoren wünschen möglichst kostengünstige, an der Börse laufend gehandelte und gesetzlich als Sondervermögen geschützte Anlagefonds, deren Anlagemethode überraschungslos nachvollziehbar ist. Die ETFs wurden zur Deckung dieses Bedürfnisses geschaffen. Heute sind allein an der Schweizer Börse 651 ETFs kotiert, die vom Geldmarkt über die Obligationen bis zu den Aktien und Rohstoffen alle Anlageklassen abdecken.
Wie läuft das ETF-Geschäft in der Schweiz?
Roger Bootz:2011 hat das ETF-Umsatzvolumen an der Schweizer Börse bis Ende März im Vergleich zur Vorjahresperiode erneut um 47 Prozent zugenommen. Das ist hauptsächlich das Ergebnis von zwei Entwicklungen: Erstens stossen Innovationen wie die kürzliche Lancierung von Exchange Traded Funds auf globale Wirtschaftssektoren auf eine rege Nachfrage. Und zweitens lassen sich immer mehr Investoren von den ETF-Vorzügen überzeugen.In den Unternehmen sind kostengünstige ETFs für die Finanzabteilungen und die Pensionskassen besonders interessant.
Wie sieht für Sie die „gute“ Kommunikation aus?
Roger Bootz:Wegen der Informationsflut auf allen Kanälen gilt mehr denn je: Die Kommunikation muss exzellent und klar formuliert, für alle auf Anhieb verständlich sowie für die angesprochenen Zielgruppen von Belang sein. Wenn sich alle Sender von Informationen an diese einfachen Regeln hielten, gäbe es weniger zeitaufwendigen Informationsüberfluss.